Gesundheit und Wirtschaft

Gesundheit und Wirtschaft standen sich bisher – auch in den jeweiligen politischen Ressorts – eher skeptisch gegenüber. Von wirtschaftlicher Seite wird die Wirkung der Lohnnebenkosten durch die GKV-Beiträge der Arbeitgeber negativ gesehen, aus sozialpolitischer Sicht stellt der vermeintlich offensive Vertrieb von Leistungen der Gesundheitswirtschaft an die solidarisch finanzierten gesetzlichen Krankenkassen ein Problem dar. Erst in den letzten Jahren gelingt es zunehmend, das gegenseitige Verständnis von den jeweils anderen Politik-, Wirtschafts- und Versorgungsbereichen zu wecken und die enge Verflechtung der Ressorts und Branchen nicht nur als Problem, sondern vielmehr als Chance für gegenseitige Lernprozesse und gemeinsame Erfolge wahrzunehmen. Die vielzitierte Gesundheitswirtschaft ist dabei nur ein Faktor dieser komplexen Wechselbeziehung. Weniger erkannt sind bislang die Wertschöpfungspotenziale, die sich im diskeditierten Begriff der „Volksgesundheit“ verbergen, und auch in der vom Gesundheits-Sachverständigenrat bereits zur Jahrtausendwende kritisierte Über-, Unter- und Fehlversorgung verbergen sich wirtschaftliche Aspekte, die massive negative Folgen für deutsche Unternehmen und für die Volkswirtschaft insgesamt nach sich ziehen.

Das Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung macht es sich zur Aufgabe, diese engen und vielschichtigen Verflechtungen der gesellschaftspolitischen Ressorts Gesundheit und Wirtschaft ins Bewusstsein zu heben und latente Konfrontationspotentiale damit zu überwinden, um sie letztlich – wo immer möglich und sinnvoll – in Kooperationen zu überführen.

Weitere Anregungen zum Download

Bürokratie vs. Vertrauen | Januar 2012

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